„Ein Jahr voller Kämpfe, Liebe, neuer Wege, echter Stärke, neue Freunde, Motivation und Wachstum“ NICHT PERFEKT, ABER ECHT!
Voller Motivation startete ich ins Jahr 2025.Große Pläne im Gepäck, voller Hoffnung, voller Eindrücke und rückblickend auch ziemlich ahnungslos,
was dieses Jahr für mich bereithalten würde.
Wie bei so vielen anderen ist kein Tag wie der andere. Es gibt Tage, an denen alles leicht von der Hand geht, an denen man im Flow ist und das Gefühl hat, alles läuft genau so, wie es soll. Und dann gibt es diese anderen Tage. Tage, an denen man sich morgens am liebsten gar nicht erst aus dem Bett bewegen würde. Tage, an denen man sich einfach nur durchkämpft und hofft, dass sie schnell vorbeigehen.
Aber genau da zeigt sich, worauf es wirklich ankommt.
Motivation hilft. Routinen tragen. Ein stabiler Alltag gibt Halt und sorgt dafür, den roten Faden nicht zu verlieren Woche für Woche.
Und trotzdem gibt es diese Momente, in denen die Motivation im Keller ist. In denen der Kopf voller Gedanken ist und man versucht, sich selbst wieder aufzubauen. Ich habe gelernt, dass es eine Sache ist, andere zu motivieren und gute Worte für andere zu finden und eine ganz andere, sich selbst zu motivieren.
Das fiel mir schwerer, als ich es erwartet hätte.
Umso dankbarer bin ich, dass ich in dieser Zeit
die richtigen Menschen an meiner Seite hatte.
Allen voran meine Freundin, die zu 100 % hinter mir stand, jede Entscheidung mitgetragen und mich bedingungslos unterstützt hat. Dieser Rückhalt ist unbezahlbar!
Aber lasst mich von Anfang an beginnen.
Alles nahm seinen Ursprung durch meine lieben Freunde Alex und Teresa Bauer. Teresa, die selbst schon erfolgreich auf der Bühne stand, meinte bei einem gemeinsamen Treffen zu viert irgendwann ganz beiläufig,
ich wäre der richtige Athlet für Manuel Bauer.
Ich selbst konnte das damals kaum glauben. Schließlich ist Manuel eine absolute Koryphäe in seinem Bereich, jemand, bei dem man nicht einfach „mal so“ Athlet wird.
Doch Teresa blieb hartnäckig. Sie bestand darauf, ein oder zwei Bilder von mir an ihn zu schicken. Da sie selbst von Kathi, Manuels Frau, gecoacht wurde, hatte sie einen guten Draht und das nötige Vertrauen. Also schickte sie die Bilder ab.
Und tatsächlich: Kurze Zeit später erhielt ich eine
Nachricht von Manuel Bauer persönlich.
Ich solle mich doch bitte einmal bei ihm melden.
Gesagt, getan.
Es folgte unser erster Termin. Ein Gespräch, das vieles verändern sollte. Manuel sagte mir offen, ehrlich und direkt, dass er in mir sehr viel Potenzial sehe. Diese Worte freuten mich nicht nur, sie motivierten mich und gaben mir den Mut, den nächsten großen Schritt zu gehen: das Ziel einer Meisterschaft anzustreben.
Ab diesem Zeitpunkt wurde mein Leben noch strukturierter. Trainingspläne. Ernährungspläne. Feste Routinen.
Dinge, die ich mir in dieser Konsequenz nie hätte vorstellen können. Und doch waren es genau diese Strukturen, die mein Leben nachhaltig verändert haben. Sie gaben mir Halt, Klarheit und eine neue Stabilität, nicht nur sportlich, sondern auch mental.
So wurden schließlich die Schlachtpläne für Herbst 2025 geschmiedet: vier Meisterschaften standen im Raum. Zunächst begann der Aufbau. Anfangs wirkte alles noch recht simpel. Mehr Essen, mehr Training, mehr Fokus. Doch mit steigenden Kalorien wurde es zunehmend schwieriger. Irgendwann kam der Punkt, an dem ich schlichtweg nicht mehr so viel essen konnte, wie ich musste.
Das machte mir zu schaffen. Und wieder kam ein Rückschlag.
Und wieder schlichen sich Zweifel ein.
Doch auch diesmal folgte das Gespräch mit Manuel. Und wie so oft verstand er es meisterhaft, mich genau dort abzuholen, wo ich gerade stand. Mit seiner ruhigen, klaren Art holte er mich aus dem Loch, gab mir neue Hoffnung und neue Motivation.
So verstrich die Zeit und der Aufbau neigte sich langsam dem Ende zu. Die Diätphase rückte immer näher. Ich bekam neue Ernährungspläne und machte nicht schlecht große Augen plötzlich durfte ich deutlich weniger essen,
und es wurde von Woche zu Woche weniger.
Anfangs freute ich mich sogar darüber, denn mit geringeren Mengen kam ich deutlich besser zurecht. Doch diese Freude hielt nicht lange an. Nach einiger Zeit merkte ich: Obwohl ich gegessen hatte, war ich immer noch hungrig. Der Hunger wurde groß. Das Training blieb schwer, der Alltag vollgepackt mit Arbeit, Nebenjob und Sport.
Und wieder waren sie da: die Zweifel.
Mal wieder folgte das Gespräch mit Manuel. Er erklärte mir ruhig und ehrlich, dass genau das der Weg des Bodybuildings sei. Es ist nicht leicht denn wenn es leicht wäre, könnte es ja „jeder“ machen.
Diesen Weg zu gehen war meine Entscheidung. Eine Entscheidung, bei der ich nicht scheitern wollte. Eine Entscheidung, bei der es kein Zurückblicken gab. Nur den Weg nach vorne. Den Weg des Kämpfens. Den Weg des Durchhaltens. Denn mein Wille und mein Ehrgeiz waren größer als alles andere.
Der Termin der Meisterschaften rückte immer näher und meine Form veränderte sich zusehends. Ich merkte, wie sich mein Körper positiv veränderte: die Struktur, die Härte, die Haut, die Definition, einfach alles. Ich war stolz auf mich.
Ein erstes Resümee bekam ich auf der FIBUL (CLEVER FIT) in Burglengenfeld. Ich war glücklich, fühlte mich wohl und sah, dass sich die harte Arbeit gelohnt hatte. Doch wirklich beurteilen konnte ich es erst,
wenn die erste richtige Meisterschaft hinter mir lag.
Auf diesen Moment freute ich mich sehr. Und gleichzeitig hatte ich große Angst.
Dann waren sie da:
Die erste Meisterschaft. Deutsche Meisterschaft WFF NABBA / 2.Platz.

Die zweite. Süddeutsche Meisterschaft NAC / 2.Platz

Die dritte. Deutsche Meisterschaft NAC / 4.Platz

Und die vierte – die letzte. Mr. Universe NAC / 4.Platz


Es war anstrengend. Vor allem die Zeit zwischen den Meisterschaften war die größte Herausforderung. Die Ernährung konsequent durchzuziehen. Kein Cheatmeal. Fokus behalten. Motiviert bleiben. Durchhalten.
Denn am Ende ist es ein Kampf mit sich selbst. Ein Kampf, den man gewinnen will und gewinnen muss, um erfolgreich zu sein.
Die Meisterschaften waren ein Erlebnis, das ich mit nichts anderem in meinem Leben vergleichen kann. Denn hier kam es auf mich allein an. Auf meinen Körper.
Auf meinen Kopf. Auf meinen Willen.
Doch unabhängig von Erfolg oder Niederlage
habe ich etwas gewonnen, das unbezahlbar ist.
Neue Freunde. Menschen, die mich unterstützt haben, obwohl sie mich kaum kannten. Athleten, die mir Mut zugesprochen haben, mich motiviert haben. Athleten, die mir beim Training geholfen haben, beim Finish, beim Posing, schließlich war es mein erstes Meisterschaftsjahr.
Ich habe so viel Warmherzigkeit, Hilfsbereitschaft und echte Gemeinschaft erlebt.
Dafür möchte ich von ganzem Herzen Danke sagen. Denn das ist keine Selbstverständlichkeit. Aber genau das ist es, was diesen Sport so besonders macht. Bodybuilding verbindet. Es schweißt zusammen.
Ich dachte früher immer: Du machst diesen Sport allein. Es ist kein Teamsport. Du bist ein Einzelkämpfer. Aber das stimmt nicht.
Du kämpfst nicht allein. Du bist Teil einer Gemeinschaft. Einer starken, ehrlichen Gemeinschaft, die weiß, worauf es ankommt.
Ich bin stolz und dankbar, ein Teil davon sein zu dürfen. Und ich bin überglücklich, diesen Weg gegangen zu sein.
Zum Schluss möchte ich euch eines mitgeben:
Egal, wie tief ihr gefallen seid. Egal, wie schlecht es euch gerade geht.
Stellt euch vor den Spiegel. Schaut euch an. Und macht euch eines bewusst: Jeder von euch ist ein Kämpfer. Jeder von euch kann Dinge erreichen, die andere nicht können.
Nur weil jemand sagt: „Das schaffst du nicht“, heißt das nicht,
dass es stimmt. Das ist seine Grenze, nicht eure.
Schaut euch an. Euer Glänzen. Euer Leuchten. Das kann euch niemand nehmen.
Hater und Kritiker sind oft nur Menschen, die selbst nicht so weit gekommen sind. Denn Hass und negative Kommentare kommen immer von unten und niemals von oben!
Und genau deshalb endet diese Geschichte hier nicht.
Der Erfolg des letzten Jahres ist für mich kein Endpunkt. Er ist der Beweis, dass dieser Weg der richtige ist. Deshalb werde ich ihn noch einmal gehen. Mit mehr Erfahrung. Mit mehr Klarheit. Mit noch größerem Hunger, nicht nur nach Erfolg,
sondern nach persönlichem Wachstum.
Ich gehe diesen Weg nicht, um jemandem etwas zu beweisen. Ich gehe ihn, um mich selbst zu übertreffen. Um besser zu werden als die Version von mir, die letztes Jahr auf der Bühne stand. Mental stärker, disziplinierter, fokussierter und gleichzeitig dankbar für jeden einzelnen Schritt.
Ich weiß, dass es wieder Tage geben wird, an denen es weh tut. Tage voller Zweifel, Müdigkeit und innerer Kämpfe. Aber ich weiß auch: Genau diese Tage formen uns. Genau dort entscheidet sich, wer wir wirklich sind.
Solange mein Wille größer ist als meine Angst, solange mein Warum stärker ist als jede Ausrede, gibt es für mich nur eine Richtung: nach vorne.
Bevor ich diesen Rückblick abschließe, möchte ich eines nicht vergessen:
Danke zu sagen.
Mein tief empfundener Dank gilt
Manuel Bauer,
Kathleen Streiber,
Nadine Steindl,
meiner Familie und meinen Kindern,
Teresa und Alex Bauer,
Manuel Höfling,
Tobias Friedrich mit Familie sowie
Martin Müller,
Andreas Diz und
Michaela Baumer


Ihr habt mich auf diesem Weg begleitet. Ihr habt mir Kraft gegeben, wenn ich sie selbst nicht mehr hatte. Ihr habt mir Halt gegeben, wenn ich gezweifelt habe. Ihr habt mir Stärke, Motivation und Vertrauen geschenkt, oft genau dann, wenn ich sie am dringendsten gebraucht habe.
Dafür danke ich euch von ganzem Herzen.
Und ich freue mich riesig darauf, im kommenden Jahr einige von euch wiederzusehen, gemeinsam weiterzugehen, neue Erinnerungen zu schaffen und erneut zu zeigen, was möglich ist, wenn Menschen aneinander glauben.
Denn Wachstum beginnt dort, wo Aufgeben keine Option mehr ist.
Und genau dort fängt meine nächste Reise an.



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